Editorial/Editoriale
Nardi, A.;
2025-01-01
Abstract
In den letzten Jahrzehnten haben sich Museen grundlegend gewandelt. Heute stehen sie vor der Herausforderung, ihre Rolle als Orte der Wissensvermittlung und gesellschaftlicher Teilhabe neu zu definieren. Sie sind schon lange nicht mehr nur Ausstellungsräume, sondern auch Orte der Erfahrung, des Austauschs, des Lernens und des gesellschaftlichen Dialogs (Nardi & Ravetto, 2023). Diese Entwicklung hängt eng mit grundlegenden medialen, sozialen und kulturellen Wandelprozessen zusammen. Technische Neuerungen, insbesondere der Übergang ins Digitale, haben die Erwartungen und Bedürfnisse des Publikums maßgeblich verändert. Das Publikum möchte heute eingebunden, aktiv und mitgestaltend beteiligt werden (Gesser et al., 2012). Interaktive Anwendungen, narrative und partizipative Ansätze sowie multimediale bzw. multisensorische Kommunikationsstrategien eröffnen in diesem Zusammenhang neue Möglichkeiten, sich mit musealen Objekten auseinanderzusetzen und Inhalte anschaulicher und persönlicher zu vermitteln (Mergen, 2019). Vor dem Hintergrund eines erweiterten Verständnisses von Inklusion, Partizipation und Zugänglichkeit, wie es den aktuellen Museumsdiskurs prägt, sind neue Formate der Museumskommunikation entstanden. Neben traditionellen Formaten wie Beschriftungstafeln, Audioguides und Führungen gibt es nun auch virtuelle und immersive Touren, personalisierte Besichtigungsrouten, interaktive Displays und Gamification-Elemente. Das Ziel besteht darin, ein vielfältiges bzw. heterogenes Publikum, darunter auch Kinder (Carobbio & Lombardi, 2023), anzusprechen und ihm individuelle Zugänge zur kulturellen Tradition zu ermöglichen und Barrieren jeglicher Art abzubauen. Neue Formate tragen somit dazu bei, Museen als offene, freie und lebendige Orte der Reflexion und des Lernens (Mangold, 20202) zu positionieren, in denen Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch gemeinsam mit den Museumsbesuchenden entdeckt, ausgehandelt und diskutiert wird.File in questo prodotto:
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